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Diamantenkunde
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Das Mineral Diamant

Diamant ist unter den Edelsteinen auch chemisch eine Besonderheit, weil die Atome nur eines einzigen Elementes, des Kohlenstoffs (C), an seinem kristallinen Aufbau beteiligt sind. Daneben tritt Kohlenstoff in zwei weiteren kristallinen Modifikationen als Mineral auf, als Graphit und Lonsdaleit. Wenig bekannt ist bisher über den Lonsdaleit: Im berühmten Meteoriten vom Canyon Diablo in Arizona (USA) entdeckte man „Diamant“, der jedoch eine hexagonale Kristallsymmetrie zeigt, während Diamant dem kubischen Kristallsystem angehört. Um so bekannter ist das Mineral  Graphit, das ebenfalls hexagonal kristallisiert.

 

In dieser unterschiedlichen Symmetrie von Diamant- und Graphitkristallen, die Ausdruck einer unterschiedlichen strukturellen Anordnung der Kohlenstoffatome ist, liegen letztlich die Ursachen der so außerordentlich verschiedenen physikalischen Eigenschaften.

 

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Graphit

Um nur wenige zu nennen: Diamant ist vorzugsweise klar transparent, von unübertroffener Härte, aber auch von erheblicher Spröde; Graphit, undurchsichtig und metallisch grau bis schwarz in seiner äußeren Erscheinung, lässt sich hingegen als Schmiermittel z.B. Zylinderschlösser verwenden, besitzt neben seiner „schuppigen“ Textur eine nur geringe Härte und ist mit dem Fingernagel ritzbar.

 

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Rohdiamant in der begehrten Oktaeder-Form

Schauen wir uns die aus Kohlenstoffatomen aufgebaute Struktur des Diamanten, sein Kristallgitter, einmal näher an, dann erkennen wir, dass in strenger Symmetrie jedes Kohlenstoffatom von vier weiteren in tetraedrischer Anordnung umgeben ist. Das ist das Grundprinzip des Aufbaues, bei dem der geringste Abstand zwischen benachbarten Atomen nur unvorstellbare 0,1544 nm (Nanometer, d.h. millionstel Millimeter!) beträgt. Die hieraus resultierende atomaren Bindungskräfte und die hohe Symmetrie bewirken nicht zuletzt die extreme Härte des Diamanten.

 

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